Hoheitsrechte im Nordmeer erweitert
Norwegen hat kürzlich die Hoheitsrechte im Nordmeer erweitert, auf Erlaubnis einer Uno-Kommission. Das Land stellte bereits im Jahr 2006 den Antrag auf die Erweiterung und ist deshalb umso überraschter, dass dieser jetzt genehmigt wurde.
Insgesamt geht es bei diesem Gebiet um 235.000 Quadratkilometer, etwa so groß wie die Fläche von Großbritannien. Dies entspricht auch einer Dimension von sieben Fußballfeldern für jeden der 4,8 Millionen Einwohner. Die Gebiete liegen zum größten Teil in der Arktis. Die Norweger dürfen in Zukunft die vorliegenden Ressourcen am und unter dem Meeresboden nutzen. Das neue Territorium grenzt jedoch an ein Gebiet der Russen. Hier konnte es schon seit Jahren keine Einigung zwischen den beiden Ländern geben. Vor allem wird an der Grenze der Gebiete ein großes Erdgaslager vermutet. Die Verhandlungen machen jedoch gute Fortschritte. Die Uno-Kommission hatte hier keine Entscheidung zu treffen. Die Länder müssen sich unter sich einigen.
Seit dem Schmelzen der Arktis interessieren sich immer mehr Länder für die Nutzung der nordischen Meeresgebiete. Unter dem Eis wird noch ein großer Teil an unentdeckten Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet. Russland, die USA, Kanada, Norwegen und Dänemark streiten sich noch darum, wer diese Vorkommen demnächst nutzen darf. Der Nordpol ist ebenso umstritten. Hier hatten die Norweger jedoch kein großes Interesse. Die Gebietsanfragen des Landes beliefen sich auf 550 Kilometer vom Pol entfernt.