Klage gegen Thor Steinar
Die Modemarke Thor Steinar zieht immer wieder schlechte Schlagzeilen auf sich. Norwegen möchte jetzt gegen das Unternehmen vorgehen und es wegen Missbrauchs verklagen. Thor Steinar habe zu Unrecht den Namen der Hafenstadt Tromsö benutzt.
In Friedrichshain hat ein neues Geschäft der Marke geöffnet, das den Namen Tromsö tragen sollte. Bereits am ersten Tag schon haben sich mehrere Nachbarn vor dem Geschäft getroffen und laut gegen die Eröffnung protestiert. Auch Norwegen möchte jetzt gegen das Unternehmen Anklage erheben. Die Scheiben des Gebäudes wurden eingeschlagen und mehr als 2000 Menschen ließen sich nicht von der Polizei aufhalten. In diesem Viertel soll es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommen, kündigten die Demonstranten an. Es wird befürchtet, dass rechts-extreme Jugendliche den Laden besuchen und in der Stadt für Aufruhr sorgen.
Das Land Norwegen hat zwar einen geografischen Abstand zu diesem Geschäft, doch Thor Steinar wird mit einer Klage rechnen müssen. Bereits 2008 wurde die Firma verklagt, weil sie widerrechtlich staatliche norwegische Hoheitszeichen benutzt hat. Vor allem auf die norwegische Fahne muss die Modemarke jetzt verzichten. Auch Tromsö gehört zur Kultur Norwegens und ist eine bedeutende Hafenstadt. Der Name dürfe nicht für Mode benutzt werden. Dennoch kann der Prozess sehr schwierig werden. Das geschäft namens Tönsberg wurde bereits schon zur Räumung verurteilt. Wie weit Norwegen mit der Klage kommen kann ist jedoch noch nicht bekannt.