Klimawechsel bedroht Eisbären
Die Eisbären zählen zu der am meisten bedrohten Tierart der Welt. Am Nordpol wurde bereits ein spezielles Schutzgebiet eingerichtet, um den natürlichen Lebensraum der Tiere zu retten. Kürzlich gab es in Norwegen wieder eine Konferenz zum Schutz der Tiere.
Im norwegischen Tromso ging in dieser Woche das Treffen zu Ende, bei dem sich fünf Arktisstaaten über angemessene Maßnahmen einigten. Der Bestand der Eisbären ist schon längst bedroht und durch den Klimawandel wird die Spezies weiter unter Druck gesetzt. Weltweit soll es nicht mehr als 20.000 bis 25.000 Eisbären geben. Die meisten von ihnen, etwa zwei Drittel, leben in Kanada. Doch das Polareis ist durch den Klimawandel rückläufig und grenzt den natürlichen Lebensraum des Eisbärs massiv ein. Er jagt sein Futter direkt auf dem Eis und könnte ohne den Nordpol nicht überleben. Tierschützer aus Norwegen, Dänemark, Russland, Kanada und den USA nahmen an der Konferenz teil, um die ernste Lage zu verdeutlichen und eine schnelle Lösung zu finden. Laut wissenschaftlichen Prognosen werden die Tiere noch in diesem Jahrhundert aussterben, da das Meereis drastisch zurückgeht. Im Sommer könnte es bald ganz verschwinden.
Neben der Sicherung des Lebensraumes sollen jedoch auch andere Faktoren, die die Tiere belasten, eingedämmt werden. Die Jagd, Schadstoffe und Touristen sind ebenso eine Bedrohung für die Eisbären. Deshalb soll das Schutzgebiet jetzt erweitert werden. Alle fünf Staaten waren sich einig die Schifffahrt und den Tourismus in diesen Gebieten einzustellen. Im Dezember folgt eine weitere Klimakonferenz der UN in Kopenhagen. Sie wird über das Nachfolgedokument des Kyoto-Protokolls entscheiden. Spätestens dies soll weiterer Schutz für die Eisbären bedeuten.