Nazi-U-Boot soll geborgen werden
Im zweiten Weltkrieg 1945 ist ein U-Boot der nationalsozialistischen Kriegsmarine vor der Küste Norwegens gesunken. Dieses Monster soll jetzt aus dem Meer gehoben werden, da es nicht nur die Fische, sondern auch die Umwelt massiv bedroht.
Die Fischereimeisterin Helga Pedersen warnt schon lange vor dem U-Boot. Etwa 67 Tonnen Quecksilber sollen an Bord des Wracks der U-864 liegen. Die norwegische Westküste ist in erheblicher Gefahr. Die Umwelt, die Fische und die örtliche Bevölkerung können nicht länger mit dieser Last unter Wasser leben.
Erst 2003 konnte die U-864 entdeckt werden. Sie befindet sich zwei Seemeilen, etwa 3,7 Kilometer, vor der Indel Fedje. Ende des zweiten Weltkriegs war sie in einer Misson nach Japan unterwegs gewesen. Das Quecksilber war für die Herstellung und Waffen und Kriegstechnologie bestimmt. Im Februar 1945 wurde die U-864 vom britischen U-Boot „Venturer” versenkt. Dabei kamen alle 73 Mitglieder der Besatzung ums Leben.
Der Auftrag zur Anhebung soll vom niederländischen Mammoet Konsortium ausgeführt werden. Dieses war bereits im Jahr 2001 für die Bergung des zuvor gesunkene Atom-U-Boot Kursk verantwortlich. Es war ohne weitere Schäden an der Umwelt vom Grund der Barentssee gehoben worden. Die Bergung des Kriegs-U-Bootes solle sich laut norwegischen Medien auf eine Milliarde Kronen belaufen. Dies sind mehr als 110 Millionen Euro. Die Küstenbehörde hatte eine zweite Möglichkeit vorgeschlagen, das befürchtete Austreten des Quecksilbers zu verhindern. Sie wollte das Wrack einbetonieren und die Umwelt schützen. Diese Möglichkeit ist jedoch ausgeschlossen und das U-Boot wird angehoben und entfernt.