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Neue Fangquote in Norwegen

Von den EU-Staaten wurden vor kurzem die neuen Fischquoten für 2009 festgelegt und bekannt gegeben. Somit dürfen zum Beispiel deutsche Fischer im nächsten Jahr 30 Prozent mehr Kabeljau, auch Drosch genannt, fangen als bisher.

Die Fangquoten für Norwegen für den beliebten Speisefisch wurden um 13 Prozent erhöht. Somit konnten sich die Fischereimeister der EU und Norwegen einigen. Für die Ostsee bestand bereits eine Einigung auf 15 Prozent höhere Kabeljau-Fänge. Westlich von Schottland hingegen einigten sich die Minister auf die Schonung der Bestände. Die Umweltschutzorganisation WWF kritisiert jedoch die Entscheidung, die Fischquoten zu erhöhen. Die Bestände befänden sich immer noch auf einem historischen Tiefstand. Jahrzehntelange Überfischung hat zu der heutigen Situation geführt und muss beachtet werden. Der Dorsch ist in vielen gebieten vom Aussterben bedroht und deshalb sei laut WWF Vorsicht bei der Fangquote geboten.

Auch die Fangquoten für Makrelen, Schollen und Seezungen wurden erhöht. Hering, Blaue Wittling und Seelachs haben 2009 jedoch eine geringer Fangquote als bisher. Die EU-Kommission stellte eine Überfischung bei 88 Prozent der Bestände in Europa fest. Weltweit sind es jedoch erst 25 Prozent. Zum ersten Mal besteht 20009 auch eine Selbstverpflichtung zur Begrenzung der Rückwürfe wertvoller Speisefische. Somit dürfen die Fischer in Norwegen zukünftig nicht mehr fischen, als die Quote es besagt. Außerdem sollen modernere Netze zum Einsatz gebracht werden, die den Beifang verringern sollen. Allein im letzten Jahr sollen 23.000 Tonnen Kabeljau wieder in Meer geworfen worden sein.

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