Norwegischer Stockfisch
Bei Stockfisch handelt es sich um durch Trocknung haltbar gemachten Fisch. Zu Stockfisch verarbeitet wird vor allem Seelachs, Kabeljau, Leng und Schellfisch, aber auch Plötze.
Merkmal von Stockfisch ist, dass die Fische für die Trocknung an den Schwänzen paarweise zusammengebunden und auf den Stockgestellen aus Holz dann aufgehängt werden.
Die Eingeweide werden zuvor entfernt und auch die Köpfe abgeschlagen.
Stockfisch ist vor allem in den so genannten Seefahrernationen bekannt, wie Norwegen, Schweden, Dänemark, aber auch Spanien, Portugal, Italien und Japan, aber auch Russland, Griechenland und in Kroatien und haben dort ihren festen Platz in den Nationalküchen.
Stockfisch diente dabei früher der Versorgung der Schiffsmannschaften und der Soldatenheeren, die um an ihr Ziel zu gelangen eine lange Schifffahrt auf sich nehmen mussten. Man kann dabei sogar sagen, dass der Handel und auch die Versorgung mit den konservierten Fischen maßgeblich die Geschichte der Entdeckungen und auch der Weltpolitik beeinflusst haben. Waren die Vorräte nämlich zu Neige gegangen, sucht die Mannschaft nach Land und – wenn sie Glück hatte – entdeckte sie dabei ein neues Gebiet, das sie gleich für sich annektierte. Auch der Wettlauf um die weitere Eroberung Amerikas war letztlich von der Versorgung der Schiffsbesatzungen mit eben diesen unverderblichen Lebensmitteln abhängig.
Stockfisch hatte aber auch im Mittelalter eine sehr große Bedeutung, nämlich als Fastenspeise.
In Norwegen wird Stockfisch noch heute sehr gerne gegessen – der Tradition entsprechend roh und ungewässert. In der Spanischen Küche ist Stockfisch – das „Arme Leute Essen“ noch heute ein Bestandteil der baskischen Küche. Als weltgrößter Konsument von Stockfisch gilt aber Portugal.
Wer mehr über den Stockfisch wissen möchte, dem empfehle ich einen Besuch im Stockfisch Museum in A auf den Lofoten.